Ökologisches Handeln im Urlaub ist nicht zwingend mit spürbarem
Verzicht verbunden. Oft genügt schon die Umsetzung einer gut
überlegten Planung,
um einen wesentlichen Beitrag zu leisten. Dies beginnt mit der
Wahl des Reiseziels. Muss es denn wirklich die Urlaubsdestination
am anderen
Ende der Welt sein ? Die Energiebilanz eines Langstreckenfluges
ist immer katastrophal. Als Rucksackträger durch die Anden
zu stapfen,
oder zu Fuss durch die Outbacks, hat mit Umweltbewusstsein schon
am Heimatflughafen nichts mehr zu tun.
Reiseziele zu wählen, die in möglichst kurzer Distanz erreichbar
sind, ist der erste Beitrag zum Umweltschutz, den Urlauber leisten
können. Natürlich sind Kurzstreckenflüge ohnehin zu vermeiden,
die sind immer ein ökologischer Wahnsinn und überdies für alle
betroffenen Bewohner einer Flughafenregion eine Zumutung.
Die Wahl des Verkehrsmittels ist oft von Gewohnheiten, aber auch
von gut gesetztem Marketing der jeweiligen Lobbygruppen geleitet.
Irrtümer in der ökologischen Beurteilung konkurrierender Transortmittel
sind weit verbreitet und werden hartnäckig gepflegt.
Vergleicht man alleine die bewegte Masse verschiedener Transportmittel
zu Lande, kommt man schnell zu erstaunlichen Relationen. Hunderte
von Tonnen bringt ein Zug auf die Schiene. Selbst bei guter Auslastung
reicht in den meisten Fällen eine ganze Tonne pro Passagier
bei weitem nicht aus. Die Ökobilanz einer Bahnreise wird gerne
geschönt,
und ebenso gerne wird verdrängt, aus welchen AKWs der Strom
kommt.
Massen müssen beschleunigt werden, das kostet Energie. Freunde
grosser Reisemobile und komfortabler Wohnwagen ignorieren diese
Tatsache allzu oft. Der Lufwiderstand mit cw-Werten einer klassischen
Schrankwand steigt mit der Geschwindigkeit exponential an. Dennoch
gelten in Camperkreisen Fahrzeuge schnell als untermotorisiert,
sobald die Fahrleistungen nicht immer denen eines PKW entsprechen.
Grosszügigst dimensionierte Wohnanhänger werden mittels kraftstrotzender
SUVs durch halb Europa gezogen, um dann am Zielort für ein bis
zwei Wochen zu verharren, bevor zur Rückfahrt wieder eine um die
andere Tankfüllung verblasen werden kann.
Befremdend mutet die Entwicklung an, dass die Zahl grosszügig alimentierter
Rentner, die im 7,5-Tonner Womo, erhaben und zufrieden entspannt
10 bis 20 Liter Diesel durch die Düsen jagen. Dass diese Spritmonster
fast immer nur von 2 Personen besetzt sind, ist selbstredend. Sei
jedem dieses Vergnügen gegönnt, aber Langstreckenfahrzeuge sind
das sicher nicht, bzw. sollten es nicht sein.
Es gibt fast überall auf dieser Welt Vermieter von Wohnmobilen,
sodass die Anreise im eigenen sparsamen PKW ebenso möglich wäre,
um dann am Urlaubsort ein geeignetes Fahrzeug zu mieten.
Ein massvoll motorisierter PKW ist durchaus in der Lage, einen
Wohnanhänger zu ziehen. Wer sich im Überholverhalten etwas zurücknimmt,
muss dabei mit einem Mehrverbrauch von etwa 50% rechnen. Das ist
immernoch weit weniger als der Bedarf eines Wohnmobils. Der Treibstoffverbrauch
sollte keine Frage der finanziellen Möglichkeiten sein. Ein noch
so prall gefüllter Geldbeutel kann keine akzeptable Rechtfertigung
sein, wenn es um die Energie- und Ressourcenfrage geht.
Sieht man von Schusters Rappen und Drahteseln ab, dann ist bezogen
auf die Zahl der Passagiere der Reisebus das sparsamste Verkehrsmittel.
Deutlich weniger als 1 Liter Diesel pro Passagier auf 100 Kilometer,
das schafft kein PKW, nicht einmal bei Vollbesetzung.
Das ist kein Wunder, schliesslich sind Reisebusse auf eine Nutzlast
von gut 50% des Eigengewichts ausgelegt.
Allgemeines
Ökologische Aspekte treten in allen Lebensbereichen verstärkt in den Vordergrund. Bei der Rohstoffgewinnung, bei Produktionsvorgängen und im Transportwesen werden ökologische Zusammenhänge seit einigen Jahrzehnten verstärkt einbezogen. Ein weites Feld für ökologische Gedanken eröffnet der Bausektor. Hier ist der Verbrauch an Rohstoffen relativ hoch, und somit zeigen sich Auswirkungen aufgrund der Wahl verwendeter Materialien recht deutlich. Der klare Trend geht in Richtung möglichst vieler Naturbaustoffe. Das schont Ressourcen und schafft ein gesundes Wohnumfeld. Naturbaustoffe sind nichts Neues, vielmehr ist die Verwendung natürlicher Baumaterialien ein Rückgriff auf Bekanntes unter Nutzung innovativer Techniken. Moderne Verarbeitungstechniken machten Natursteine wieder konkurrenzfähig, sodass die Ära des ungezügelten Einsatzes von Kunststoffen überwunden werden konnte. Wo noch im vergangenen Jahrhundert PVC und allerlei artverwandte Industrieprodukte nahezu alle Oberflächen unserer Wohnräume überzogen, finden sich heute wieder vermehrt Naturholz oder Natursteine wie Quarzite, Sandsteine und Schiefer. Gerade der Naturschiefer ist erstaunlich vielseitig einsetzbar. Völlig unbelastet von Schadstoffen ist er ein idealer und widerstandsfähiger Bodenbelag. Chemiefreie Pflege und Reinigung machen Schieferbeläge zu einem wichtigen Teil gesunden Wohnens. Mit etwas Seifenwasser gereinigt und mit preiswertem Leinöl versiegelt, ist Naturschiefer auch im Innenbereich einer der langlebigsten Baustoffe. Dekorativ, hoch belastbar und rutschfest lässt sich spaltrauer Naturschiefer in allen Wohnräumen
verlegen.
Moderne Heizanlagen nutzen auch die Sonnenkraft,
um Heisswasser und Heizung zu unterstützen. Da solarunterstützte Heizanlagen meist mit relativ niederen Temperaturen betrieben werden, ist eine Fussbodenheizung in den meisten Neubauten Bestandteil der Energieplanung, da die grossflächigen Bodenheizungen bereits bei Wassertemperaturen wirkungsvoll arbeiten, die nur geringfügig über der Raumtemperatur liegen. Fussbodenheizungen arbeiten besonders effektiv in Verbindung mit wärmespeichernden Steinböden. Thermisch behandelte Beläge oder hochverdichtete Bodenplatten sind in der Herstellung mit hohem Energieaufwand verbunden. Natursteine sind somit auch gemessen an der Gesamt-Ökobilanz
sinnvolle Alternativen.
Info:
was ist Schiefer